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Auszug aus der Chronik derWie aus einem statistischen Verzeichnis der Feuerwehren des Bayerischen Landes – Feuerwehr – Verbandes von 1909 hervorgeht, wurde die Feuerwehr Högling am 8.12.1873 gegründet. Es sind aus dieser Zeit keine weiteren Unterlagen vorhanden, als ein Mitgliedsbuch, angefangen im Jahr 1879. In diesem ist von elf Mitgliedern als Tag des Eintritts der 1. Januar 1874 eingeschrieben. Es darf als angenommen werden, dass mindestens seit diesem Jahr, wie auch aus dem erwähnten Verzeichnis hervorgeht, die Höglinger Wehr als Verein mit Vorstandschaft usw. besteht. Der Mitgliederbestand betrug zu diesem Zeitpunkt 37 Männer, 1880 sind bereits 54 eingetragen. Es darf auch angenommen werden, dass in diesen ersten Jahren das Feuerwehrhaus in der Mitte des Ortes gebaut und die erste Handlöschpumpe gekauft wurde. Wann die Nächste, eine bis Ende des zweiten Weltkrieges (1945) in Betrieb befindliche Handlöschpumpe angeschafft wurde, kann nicht mehr festgestellt werden. Die noch vorhandene Standarte, 1955 restauriert, dürfte auch schon aus dieser Zeit stammen. Als Wasserentnahme kamen zur damaligen Zeit die einzelnen Haus- und Dorfbrunnen in Frage. 1902 bauten die Höglinger eine eigene Wasserleitung und konnten seit dieser Zeit auch aus den Hydranten Wasser entnehmen. Große Lücken im Mitgliederstand und in den Eintragungen hinterließen die beiden Weltkriege . Aus dem Ersten kamen 18 Männer nicht mehr heim und beim Zweiten starben neun Mitglieder den Heldentod.
übernahm Korbinian Viechter als Kommandant die Höglinger Wehr. Während mehrere ältere Kameraden vom aktiven Dienst zurücktraten, ließ der Eintritt von 21 jungen Burschen in eine hoffnungsvolle Zukunft blicken. Als Geräte waren vorhanden: Die bereits erwähnte Motor-spritze mit Gerätewagen, eine ausziehbare hölzerne Steigleiter und einige zum Teil spröde Schläuche. Helme aus Wehrmachtsbeständen wurde rot angestrichen und eine Sirene war aus Luftschutzbestand noch da. Einige gut erhaltene Feuerwehrgurte und ein paar Uniformen, vermutlich aus den Anfangsjahren der Wehr, sowie ein paar gefärbte Soldatenjoppen und Mützen. Ein altes Signalhorn hing noch über dem Geräteregal. Die Ausrüstung ließ also sehr zu wünschen übrig. Aber bald wurden durch Unterstützung der Gemeinde Löschanzüge, Uniformröcke, Schlauch-material und andere Geräte alle Jahre um einiges ergänzt und erweitert, so dass die Ausrüstung den jeweiligen Ansprüchen einer Dorffeuerwehr entsprach, die in erster Linie, wie der Name schon sagt, für den Ort zuständig ist. Als besonderes Ereignis ist im April 1954 ein Großbrand in der Wolldeckenfabrik Heufeldmühle zu verzeichnen, bei dem die Höglinger Wehr, neben der Werksfeuerwehr, als erste am Brandplatz waren und an vorderster Front gegen die Flammen ankämpfte. 1955: wurde die alte Standarte von fachkundigen Händen einer Restaurierung unterzogen und durch Pfarrer Josef Belz neu gesegnet. Ein "Bunter Abend" unter dem Motto "Höglinger spielen und singen für Högling" fand anlässlich dieser Standartenweihe am Vorabend statt. 1956: Im Herbst wurde eine Renovierung und Erweiterung des Gerätehauses durchgeführt. In den Jahren 1955 bis 1961 wurden von der Feuerwehr "Bunte Abende" oder Theater veranstaltet, die beim Publikum immer viel Begeisterung hervorriefen. 1958: wurde in Jenkofen der dortige Löschbunker gebaut. Es wurde der Löschbunker Högling Nord vor dem Weigl – Messereranwesen erstellt, nachdem bei einem Großbrand im Juni 1961 an diesem Anwesen die Löscharbeiten wegen Wassermangel erheblich erschwert wurden.
Als eine der ersten Gruppen des Landkreises Bad Aibling absolvierte 1963 eine Gruppe der Höglinger Wehr die Leistungsprüfung der Stufe I.
1965: Ehrenmitglied Josef Hornauer empfing das Verdienstkreuz für 50 jährige aktive Feuerwehrzugehörigkeit. Landrat Dr. Leis überreichte es dem Jubilar in einer groß anberaumten Feierstunde. 1966: Der langjährige Herbergswirt Hubert Strassmeier aus Weihenlinden wurde zu Grabe getragen. Ehrenkommandant Isidor Kurz (Binder Dori) konnte im Oktober 1966 seinen 100. Geburtstag begehen. Die Feuerwehr arrangierte eine große Gratulationsfeier mit Fackelzug und Blasmusik. 1968: verstarb der Ehrenkommandant Isidor Kurz im nicht alltäglich hohen Alter von 102 Jahren. Vom Februar bis Herbst wurde unter Kommandant Stefan Weigl ein Schlauchtrockenturm an das bestehende Gerätehaus in viel Eigenleistung erbaut. Ebenfalls in diesem Jahr wurde Josef Hornauer in seinem 75. Lebensjahr zum Ehrenkommandant ernannt. 1973: wurde anlässlich der Fahnenweihe der Martinsschützen Högling die Fassade des Feuerwehrhauses frisch gestrichen. Erwähnt sei auch, dass trotz des eben bestehenden Fahrverbotes wegen einer starken Ölkrise (oder eben deshalb ? ) die Jahreshauptversammlung 1973 im Gasthaus Strassmeier sehr gut besucht war. Mit einer Autofahrt – Sondergenehmigung trafen auch Kreisbrandrat Bachmeier und KBI Moser ein , um die Ehrung für 25 jährige aktive Dienstzeit an Johann Brandl, Stefan Weigl und Josef Kaltenegger vorzunehmen. 1974: ist als besonderes Ereignis der Katastropheneinsatz in der Gegend Feilnbachs (Hagelschlag und Hochwasser) sowie der Einsatz beim Großbrand des Salushauses in Bruckmühl zu erwähnen. 1975: Es starb die langjährige Herbergsmutter Frau Strassmeier aus Weihenlinden im Alter von 87 Jahren. 1976:
1977: Vorstand Korbinian Viechter wird bei der Frühjahrsversammlung für 40 jährige aktive Feuerwehrmitgliedschaft durch KBR Lorenz Bachmeier und Bürgermeister Karl Puff geehrt. Bei der Jahreshauptversammlung 1977, erstmals im Gasthaus Bartl in Högling , traten die langjährigen Mitglieder Korbinian Viechter und der langjährige Kassier Johann Brandl vom aktiven Dienst zurück und wurden auf Grund ihrer besonderen Verdienste zu Ehrenmitgliedern ernannt. Bei dieser Versammlung wurde auf Initiative des derzeitigen Kommandanten Lorenz Luckenhuber in Erwägung gezogen, die uralte Standarte demnächst durch eine neue Vereins-fahne zu ersetzen. 1978: Im Frühjahr wurde ein Festausschuß gebildet, für das Vorhaben "Fahnenkauf und Fahnenweihe " verbunden mit dem 105 jährigen Gründungsfest. Im August dieses Jahres 1978 fand, von der Feuerwehr veranstaltet, erstmals im Killi Stadl ein recht erfolgreiches Stadlfest statt, deren Gewinn in erster Linie dem Fahnenkauf zugute kam. 1979: Der traditionelle Feuerwehrjahrtag wurde erstmals gemeinsam mit den Martinsschützen durchgeführt, in der wie bisher gewohnten, feierlichen Form, mit Kirchenzug, Gottesdienst, Kirchenzug zum Kriegerdenkmal mit Totenehrung und anschließendem musikalischen Frühschoppen im Saal des Gasthauses Bartl, in der Regel mit der Kirchdorfer Musi.
Das Programm: Donnerstag großes Bierfest, Freitag feierliche Totenehrung am Kriegerdenkmal, anschließend großer Festabend im Zelt. Samstag Tanzabend der Burschenschaft. Festsonntag mit Kirchenzug, Feldgottesdienst vor der Wallfahrtskirche Weihenlinden, Nachmittag stattlicher Festzug durch die Ortschaft und am Abend Festausklang. Am 31. August 1979 fand dann noch ein Dankgottesdienst für den guten Festverlauf statt. Im Frühjahr verstarb der Ehrenkommandant Josef Hornauer im 84. Lebensjahr und somit ein Stück Dorfgeschichte, besonders der Feuerwehr und der Musik. Bei der Frühjahrsversammlung wurden sieben Mitglieder anlässlich 25- jähriger aktiver Dienstzeit geehrt und ausgezeichnet. 1981:
1982: Es gab bei der Frühjahrsversammlung elf ! Neuaufnahmen. Eine Großübung aller Feuerwehren des Marktbereiches fand in Högling statt. Bei der Jahreshauptversammlung wurde Korbinian Viechter zum "Ehrenkommandanten" ernannt. 1983:
1984: Am 19. August wurde das 110 jährige Gründungsfest gefeiert, mit Kirchenzug, Gottesdienst, Totenehrung und anschließendem gemütlichem Beisammensein im Killi Stadl, der als "Festlokal" hergerichtet wurde. Im Herbst wurde bei Landtechnik Johann Pritzl eine große Gemeinschaftsübung der Gemeindefeuerwehren durchgeführt. 1985: Es fand erstmals ein Kameradschaftsabend vor dem Killi Stadl mit vielen aktiven und passiven Mitgliedern statt. Ein Vereinsausflug führte zur Besichtigung der Flughafen - Feuerwehr München Riem und anschließender Weiterfahrt ins Werdenfelser Land. Im neuen Pfarrheim in Weihenlinden wurde für die Feuerwehr ein "Floriansstüberl" für Ausschußsitzungen und dergleichen eingerichtet. Johann Pritzl (Landtechnik) wurde bei der Jahreshauptversammlung zum "Ehrenmitglied" ernannt. 1986:
1987: Im Kirchturm der Wallfahrtskirche Weihenlinden wurde eine Steigleitung für den Feuerschutz installiert. 1988: Vor dem überaus erfolgreichen Stadlfest wurde in Eigenleistung der Feuerwehr mehrere technische Verbesserungen im Killi Stadl durchgeführt. 1989: Es wurde der traditionsreiche "Dorf- und Feuerwehrball" , bisher eine festliche Veranstaltung im Fasching, erstmals als "Maskenball" durchgeführt, in der Hoffnung, mehr Anklang (Besucher) zu erhalten. Ein gelungener Feuerwehr- und Ortsbewohnerausflug führte ins Altmühltal mit einer zünftigen Donauschifffahrt. Nach längerer Unterbrechung fand in Högling im Bartlsaal wieder eine Weihnachtsfeier statt, veranstaltet von der Feuerwehr für die ganze Ortschaft. Ein Feuerwehrhaus - Neubau war im Gespräch der Feuerwehr und der Marktgemeinde. Ein Dorf- und Feuerwehrausflug führte ins Salzbergwerk Bad Dürrnberg bei Hallein. Erstmals wurde ein Höglinger Feuerwehr - Preiskegeln durchgeführt. 1991: Wegen des herrschenden Golfkrieges wurde der Dorf- und Feuerwehrball kurzfristig abgesagt. (wie alle Veranstaltungen in der Umgebung) Im 66. Lebensjahr verstarb das Ehrenmitglied Johann Pritzl, Seniorchef der Landtechnik Pritzl. Neuerung im Killi Stadl beim Stadlfest: Eine Durchreiche" zum Garten wurde eingebaut und konnte gut genützt werden. Großübung war im Herbst mit den Gemeindefeuerwehren bei Bäckerei und Cafe Messerer. Feuerwehrausflug ins Autohaus - Museum Amerang und Weiterfahrt bei nicht gutem Wetter nach Waging. 1992: Der maskierte "Dorf- und Feuerwehrball" war gut besucht. Die Marktgemeinde kaufte von Johann Fößmeier ein Grundstück für die Errichtung eines Feuerwehrhauses. 1993: Erstmals nach langer Zeit wurde in Högling wieder ein "Bunter Abend" aufgeführt, veranstaltet von der Feuerwehr und sehr erfolgreich. Beim Ausflug wurde die Berufsfeuerwehr in Bozen besucht. Bei der Jahreshauptversammlung wurden die aus der Vorstandschaft zurückgetretenen Stefan Weigl, Lorenz Luckenhuber und Konrad Brandl zu Ehrenmitgliedern ernannt. 1994: In relativ kleinem, aber würdigen Rahmen wurde am Samstag, den 26. November, das 125- jährige Gründungsjubiläum gefeiert, mit Totengedenken und anschließendem Festabend im Saal des Gasthauses Bartl. 1995: Marktgemeinde gibt grünes Licht für Feuerwehrhaus - Neubau in Högling. (traf aber nicht zu, sondern erst 1997 ! ) 1996: Der ursprünglich alljährlich von der Feuerwehr veranstaltete Dorf- und Feuerwehrball im Fasching wurde in diesem Jahr erstmals nicht mehr durchgeführt, sondern von Dirndl- und Burschenschaft als Dorfball veranstaltet. Mithilfe der Feuerwehr und Beteiligung an der Primizfeier von Christian Poschenrieder in Weihenlinden. 1997: Am 21. Oktober war der erste "SPATENSTICH" für das neue Feuerwehrhaus in Högling. Baubeginn und Rohbaufertigstellung war noch in diesem Jahr. Dass dieser wirklich erforderliche Neubau, trotz finanzieller Schwierigkeiten, doch noch zustande kam, dafür setzten sich neben der Marktgemeinde unter Bürgermeister Bergmüller besonders auch der Feuerwehrreferent Martin Pritzl, Kommandant Franz Aimer und Vorstand Clemens Pritzl ein. 1998: Am 23. Januar fand die traditionelle Hebfeier für das neue Feuerwehrhaus statt, aus witterungsabhängigen Gründen nicht vor Ort, sonder gleich im Gasthaus Bartl. Das Stadlfest im August war wieder sehr schön und erfolgreich. Erstmals spielte die Frühschoppenmusi ( Die Staadlustigen ) und auch die Festmusi (Seil Sextett ) auf Grund des schönen Wetters im Freien auf. Im Herbst war eine große Gemeinschaftsübung der Marktgemeindefeuerwehren in Weihenlinden an der Wallfahrtskirche. Erster Einsatz der Bruckmühler mit der neu erworbenen Drehleiter. Am Tag darauf wurde mit Hilfe dieser Drehleiter ein vom Sturm geknickter Lindenbaum an der Wallfahrtskirche - Westseite aus einer eingeklemmten Lage geborgen und aufgearbeitet. 1999: In diesem Jahr war das Hauptereignis die Einweihungsfeier des neuen Feuerwehr-hauses, die am 5. September stattfand. In einem stattlichen Kirchenzug marschierten unter Vorantritt der Kirchdorfer Musi die Höglinger Ortsvereine Feuerwehr, Martinsschützen, Burschen- und Dirndlschaft, Frauenbund und Veteranenverein, sowie mit starker Beteiligung der Patenverein Heufeld und die anderen Feuerwehren der Marktgemeinde und den Ehrengästen vom Gasthaus Bartl zur Wallfahrtskirche Weihenlinden. Hier feierte Pater Gregor einen Gottesdienst, der musikalisch von der Blaskapelle gestaltet wurde. In einem Festzug wurde anschließend zum mit Girlanden geschmückten Feuerwehrhaus gezogen, wo Pater Gregor dem Haus und den Räumen den kirchlichen Segen erteilte. Nach kurzen Reden der Vorstandschaft und der Ehrengäste, musikalisch umrahmt mit Chorälen der Musikkapelle, fand anschließend in einem nebenan aufgestellten kleinen Festzelt ein musikalischer Mittagstisch statt und am Nachmittag war Ausklang bei gemütlicher Unterhaltung.
Zusammenfassung:Der Feuerwehrjahrtag ( seit 1979 gemeinsam mit den Martinsschützen und später mit allen Ortsvereinen ) wird Ende April alljährlich in feierlicher Weise durchgeführt mit Kirchenzug, Blasmusik, Gottesdienst, Totenehrung und anschließendem musikalischem Frühschoppen im Saal des Gasthauses Bartl. Bei den Frühjahrs - Dienstversammlungen können sich interessierte Jugendliche bei der Feuerwehr aufnehmen lassen. Neben den Proben für Leistungsprüfungen finden auch sonst regelmäßig Übungen statt und auch an Gemeinschaftsübungen der Marktgemeinde - Feuerwehren wird teilgenommen. Auch die Teilnahme an Feierlichkeiten, sowie Fahnenweihen, Gründungsfesten und dergleichen in der Umgebung wird selbstverständlich teilgenommen. Das Stadlfest im August beim Killibauern ist seit 1978 fester Bestandteil im Terminkalender. Im Spätherbst wird seit 1990 ein Preiskegeln veranstaltet, am Anfang nur für Mitglieder, später dann für alle Ortsbewohner. In der Regel wird im Dezember immer die Jahreshauptversammlung gehalten, seit 1977 im Gasthaus Bartl, nachdem das vorhergehende Vereinslokal Gasthaus Straßmeier in Weihenlinden geschlossen und erst später durch Pächter weitergeführt wurde. Möge die gute Kameradschaft, die Hilfe der Männer in Not und Gefahr auch weiterhin in Högling fortbestehen in dem Wahlspruch der Feuerwehr, der auch auf der Fahne steht; " Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr".
Erstellung der Chronik und dieses Auszuges Konrad Brandl
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